Ein Inlay oder eine Teilkrone aus Gold gilt in der Zahnmedizin seit Jahrzehnten als die „Königslösung“, wenn es um Langlebigkeit und biologische Verträglichkeit geht. Während Inlays nur die Kaufläche füllen, ersetzen Teilkronen zusätzlich einen oder mehrere Zahnhöcker.
Die besonderen Eigenschaften von Gold
Hochgoldhaltige Legierungen besitzen physikalische Eigenschaften, die keinem anderen Material so nahekommen wie dem natürlichen Zahnschmelz:
Perfekter Randschluss: Gold ist extrem duktil (verformbar). Der Zahntechniker kann die Ränder so fein ausarbeiten, dass sie fast nahtlos mit dem Zahn abschließen. Das minimiert das Risiko für Sekundärkaries am Übergang zwischen Gold und Zahn.
Ideale Härte: Gold ist weder zu hart noch zu weich. Es nutzt sich ähnlich wie natürlicher Schmelz ab und schont so die Zähne im Gegenkiefer (Antagonisten).
Biokompatibilität: Gold löst so gut wie nie Allergien aus und verhält sich im Mundraum völlig neutral.
Nutzen und Indikation
Inlays: Werden bei mittelgroßen Defekten im Seitenzahnbereich eingesetzt, bei denen noch genügend gesunde Zahnsubstanz vorhanden ist.
Teilkronen: Kommen zum Einsatz, wenn die tragenden Zahnhöcker bereits geschwächt sind. Hier bietet Gold eine enorme Stabilität und schützt den Restzahn vor dem Zerbrechen.
Der entscheidende Vorteil: Die Lebensdauer
Während Kunststofffüllungen oft nach 5 bis 8 Jahren erneuert werden müssen, halten Gold-Inlays bei guter Pflege problemlos 20 bis 30 Jahre oder sogar ein Leben lang. Das macht sie trotz der höheren Anschaffungskosten (durch den Goldpreis) zu einer der wirtschaftlichsten Lösungen überhaupt.
Fazit: Wer Wert auf maximale Funktionsdauer und höchste Passgenauigkeit legt und wem die goldene Optik im Seitenzahnbereich nichts ausmacht, findet im Gold-Inlay die sicherste Versorgung für den Zahnerhalt.