Metallkronen gehören zu den bewährtesten Versorgungsformen in der Zahnmedizin. Sie zeichnen sich durch extreme Haltbarkeit und eine substanzschonende Präparation aus, da Metall in sehr dünnen Schichten stabil bleibt.
1. Silberfarbene Metallkronen (NEM-Legierungen)
Diese Kronen bestehen meist aus einer Nichtedelmetall-Legierung (NEM), primär Kobalt-Chrom. Sie sind die Standardversorgung der gesetzlichen Krankenkassen.
Eigenschaften: Sie sind extrem hart und bruchfest. Die silberne Farbe ist im Seitenzahnbereich funktionell unbedenklich, ästhetisch jedoch auffällig.
Vorteile: Sehr kostengünstig und stabil. Sie eignen sich hervorragend für Patienten, die nachts stark mit den Zähnen knirschen.
Nachteil: Durch die hohe Härte des Materials kann es zu einem stärkeren Abrieb (Abrasionserscheinungen) am gegenüberliegenden natürlichen Zahn kommen.
2. Goldhaltige Kronen (Edelmetall-Legierungen)
Gold ist der „Klassiker“ der hochwertigen Prothetik. Man unterscheidet zwischen hochgoldhaltigen Legierungen (hoher Feingoldanteil) und silberreduzierten Goldlegierungen.
Eigenschaften: Gold ist extrem biokompatibel, was bedeutet, dass es im Mund kaum Reaktionen oder Allergien auslöst. Zudem lässt es sich sehr präzise verarbeiten.
Vorteile:
Perfekter Randschluss: Gold lässt sich so fein an den Zahn anpassen, dass das Risiko für neue Karies am Kronenrand minimal ist.
Zahnschonend: Die Härte von Gold ist der des natürlichen Zahnschmelzes sehr ähnlich, wodurch der Gegenbiss geschont wird.
Langlebigkeit: Goldkronen halten bei guter Pflege oft mehrere Jahrzehnte.
Nachteil: Die hohen Materialkosten (Tagesgoldpreis) und die auffällige goldene Optik.
Indikation und Nutzen
Metallkronen werden heute fast ausschließlich im Seitenzahnbereich eingesetzt, wo hohe Kaukräfte wirken und die Ästhetik weniger im Fokus steht als im Frontzahnbereich. Ihr größter Nutzen liegt in der Langlebigkeit und der Tatsache, dass der Zahnarzt weniger gesunde Zahnsubstanz abschleifen muss als für eine dickwandigere Keramikkrone.